Berlin (Deutschland), 19.09.2008 – Der deutsche Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) spricht von „systematischen Fehlern“ bei der deutschen Staatsbank KfW (früher: Kreditanstalt für Wiederaufbau). Nach Angaben von Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU), der zugleich Vorsitzender des Verwaltungsrates der KfW ist, wurden „350 Millionen Euro verbrannt“, für die der Steuerzahler aufkommen muss. Der Fehlbetrag entstand durch eine fehlerhafte Überweisung an die in Insolvenz geratene US-Bank Lehman Brothers. Finanzminister Steinbrück wetterte im Bayrischen Rundfunk: „Irgendwo hätte jemandem in der KfW-Bank einfallen müssen, dass hier ein automatisierter Zahlungsverkehr mit Lehman besteht, die gerade in die Insolvenz geht. Da hätte die Reißleine gezogen werden müssen.“ Der Gesamtschaden durch Geschäfte der KfW mit der nun insolventen Bank Lehman Brothers wird auf rund 500 Millionen Euro beziffert.
Mehrere Politiker kritisierten das Risikomanagement der Bank und forderten eine Rückbesinnung des Geldinstituts auf seine ursprüngliche Aufgabe: die Förderung des Mittelstands durch günstige Kredite. Das Versagen des Bankmanagements hat am Donnerstag bereits zu ersten personellen Konsequenzen geführt. Zwei Vorstandsmitglieder und ein Bereichsleiter der Bank wurden vom Verwaltungsrat suspendiert.
Politiker in der Bundeshauptstadt fordern indes weitergehende Konsequenzen bezüglich der staatlichen Kontrolle dieser Bank. Die Einrichtung eines parlamentarischen Untersuchungsausschusses wird erwogen. Der Haushaltsexperte der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, Steffen Kampeter, fordert „ein neues Beteiligungsmanagement des Bundes“. +wikinews+ >> Diskussion
Freitag, September 19, 2008
Mittwoch, September 17, 2008
Verbands-PE zum Einlagensicherungsfonds
Zu den aktuellen Mutmaßungen über den Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e.V. erklärt der Bankenverband
17. September 2008 - Durch aktuelle Presseberichte ist ein falsches Bild über die Leistungsfähigkeit der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes deutscher Banken entstanden. Der Einlagensicherungsfonds befindet sich keinesfalls in einer Notlage. Er wird auch weiterhin wie in den vergangenen drei Jahrzehnten bei Einlagensicherungsfällen die geschützten Einlagen entschädigen.
Die in Presseberichten hergestellte Gleichsetzung der Summe geschützter Einlagen mit der beim Einlagensicherungsfonds verbleibenden Schadenssumme ist sachlich falsch. Ist ein Entschädigungsfall durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) festgestellt, wird der Einlagensicherungsfonds die geschützten Einlagen entschädigen und benötigt dafür die entsprechende Liquidität. Im Wege der nachfolgenden Verwertung der Assets der insolventen Bank fließt in der Regel der deutlich größere Teil davon wieder zurück. Aufgrund der hohen Verwertungsquote ist der letztendlich beim Einlagensicherungsfonds verbleibende Schaden also deutlich geringer als die Summe der geschützten Einlagen.
Im Falle der Lehman Brothers Bankhaus Aktiengesellschaft hat die BaFin am 15. September 2008 ein Moratorium und damit die Schließung der Schalter für den Kundenverkehr angeordnet. Wertpapierdepots werden vom Moratorium nicht erfasst. Über sie kann weiterhin verfügt werden, sofern der Bank hieran keine Sicherungsrechte zustehen. Die BaFin hat noch keine Entscheidung darüber getroffen, ob überhaupt ein Entschädigungsfall ausgesprochen wird. Kundeneinlagen einschließlich auf den Namen lautender Sparbriefe sind bis zur Sicherungsgrenze von 285.105.000 € pro Einleger geschützt.
17. September 2008 - Durch aktuelle Presseberichte ist ein falsches Bild über die Leistungsfähigkeit der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes deutscher Banken entstanden. Der Einlagensicherungsfonds befindet sich keinesfalls in einer Notlage. Er wird auch weiterhin wie in den vergangenen drei Jahrzehnten bei Einlagensicherungsfällen die geschützten Einlagen entschädigen.
Die in Presseberichten hergestellte Gleichsetzung der Summe geschützter Einlagen mit der beim Einlagensicherungsfonds verbleibenden Schadenssumme ist sachlich falsch. Ist ein Entschädigungsfall durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) festgestellt, wird der Einlagensicherungsfonds die geschützten Einlagen entschädigen und benötigt dafür die entsprechende Liquidität. Im Wege der nachfolgenden Verwertung der Assets der insolventen Bank fließt in der Regel der deutlich größere Teil davon wieder zurück. Aufgrund der hohen Verwertungsquote ist der letztendlich beim Einlagensicherungsfonds verbleibende Schaden also deutlich geringer als die Summe der geschützten Einlagen.
Im Falle der Lehman Brothers Bankhaus Aktiengesellschaft hat die BaFin am 15. September 2008 ein Moratorium und damit die Schließung der Schalter für den Kundenverkehr angeordnet. Wertpapierdepots werden vom Moratorium nicht erfasst. Über sie kann weiterhin verfügt werden, sofern der Bank hieran keine Sicherungsrechte zustehen. Die BaFin hat noch keine Entscheidung darüber getroffen, ob überhaupt ein Entschädigungsfall ausgesprochen wird. Kundeneinlagen einschließlich auf den Namen lautender Sparbriefe sind bis zur Sicherungsgrenze von 285.105.000 € pro Einleger geschützt.
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Bankenkrise,
Presseerklärung
Solarmillenium: Bereits über die Hälfte der Anleihe platziert
Presseerklärung 17.09.2008:
Mit einer nominalen Laufzeit von 5 Jahren und einem Zinssatz von 6,75 % ist die Unternehmensanleihe der Solar Millennium AG eine sehr gefragte Form der nachhaltigen Geldanlage. Bereits gut zwei Monate nach Vertriebsstart ist bereits über die Hälfte des Volumens von 40 Mio. Euro gezeichnet.
Finanzvorstand Thomas Mayer sieht darin auch eine Bestätigung für die Entscheidung, die Anleihe direkt über die Solar Millennium AG zu vertreiben: „Der schnelle Platzierungserfolg der Anleihe ist ein Zeichen sowohl des Know-hows von Solar Millennium im Vertriebsbereich als auch des weiterhin zunehmenden Interesses an unserer Technologie."
Der Emissionserlös wird vor allem für die Vorfinanzierung von wichtigen Kraftwerkskomponenten mit langen Lieferzeiten verwendet. Durch die so ermöglichte frühzeitige Bestellung sollen Kostenvorteile bei der Komponentenbeschaffung sowie Planungs- und Versorgungssicherheit in der Realisierungsphase erreicht werden. Daneben dient der Emissionserlös zur Bereitstellung von Sicherheiten bei der Projektrealisierung, insbesondere zur Hinterlegung von Avalen.
solarmillenium
Mit einer nominalen Laufzeit von 5 Jahren und einem Zinssatz von 6,75 % ist die Unternehmensanleihe der Solar Millennium AG eine sehr gefragte Form der nachhaltigen Geldanlage. Bereits gut zwei Monate nach Vertriebsstart ist bereits über die Hälfte des Volumens von 40 Mio. Euro gezeichnet.
Finanzvorstand Thomas Mayer sieht darin auch eine Bestätigung für die Entscheidung, die Anleihe direkt über die Solar Millennium AG zu vertreiben: „Der schnelle Platzierungserfolg der Anleihe ist ein Zeichen sowohl des Know-hows von Solar Millennium im Vertriebsbereich als auch des weiterhin zunehmenden Interesses an unserer Technologie."
Der Emissionserlös wird vor allem für die Vorfinanzierung von wichtigen Kraftwerkskomponenten mit langen Lieferzeiten verwendet. Durch die so ermöglichte frühzeitige Bestellung sollen Kostenvorteile bei der Komponentenbeschaffung sowie Planungs- und Versorgungssicherheit in der Realisierungsphase erreicht werden. Daneben dient der Emissionserlös zur Bereitstellung von Sicherheiten bei der Projektrealisierung, insbesondere zur Hinterlegung von Avalen.
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Dienstag, September 16, 2008
Finanzkrise: US-Bank Lehman Brothers ist insolvent
New York (Vereinigte Staaten), 16.09.2008 – Lehman Brothers, die viertgrößte US-Investmentbank, hat Insolvenz angemeldet. Insgesamt sind bei dem Unternehmen 26.000 Mitarbeiter beschäftigt. Der Grund für den Zusammenbruch: Die US-Regierung lehnte weiter notwendige Finanzspritzen ab. Die Bank hatte jahrelang mit Wertpapieren gehandelt, ohne darauf zu achten, dass diese mit genug Eigenkapital abgesichert waren.
Auch ein Verkauf der Bank an die britische Bank Barclays oder die Bank of America kam nicht zustande. Im Fall der letztgenannten Bank kam der Umstand hinzu, dass diese in der Nacht zum Montag, den 15. September, 50 Milliarden US-Dollar in die Rettung des Finanzhauses Merrill Lynch gesteckt hatte. Ansonsten wäre auch dieses Unternehmen insolvent gegangen.
Fast alle Börsen reagierten darauf mit starken Kursverlusten. Beispiele sind der Index Stoxx 50 mit minus 4,6 Prozent oder die französische Börse mit minus 4,14 Prozent. Besonders hart traf es die Bankaktien. +wikinews+
Auch ein Verkauf der Bank an die britische Bank Barclays oder die Bank of America kam nicht zustande. Im Fall der letztgenannten Bank kam der Umstand hinzu, dass diese in der Nacht zum Montag, den 15. September, 50 Milliarden US-Dollar in die Rettung des Finanzhauses Merrill Lynch gesteckt hatte. Ansonsten wäre auch dieses Unternehmen insolvent gegangen.
Fast alle Börsen reagierten darauf mit starken Kursverlusten. Beispiele sind der Index Stoxx 50 mit minus 4,6 Prozent oder die französische Börse mit minus 4,14 Prozent. Besonders hart traf es die Bankaktien. +wikinews+
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Montag, September 15, 2008
Lehman Brothers Bankhaus Aktiengesellschaft geschlossen
Presseerklärung des Bundesverbandes Dt. Banken
15. September 2008 - Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht hat über die Lehman Brothers Bankhaus Aktiengesellschaft, ein Kreditinstitut mit Sitz in Frankfurt am Main, ein Moratorium gemäß § 46 a KWG und damit die Schließung der Schalter für den Kundenverkehr angeordnet. Infolge des hiermit verbundenen Veräußerungs- und Zahlungsverbotes ist es der Bank nicht mehr möglich, Verfügungen über Einlagen zuzulassen.
Man habe das Moratorium anordnen müssen, um die verbliebenen Vermögenswerte zu sichern. Dem Institut drohe die Zahlungsunfähigkeit, nachdem mehrere Gesellschaften des Konzerns in den USA Gläubigerschutz beantragt hätten (Chapter 11) beziehungsweise in Großbritannien unter Verwaltung (administration) gestellt worden seien.
Die Lehman Brothers Bankhaus Aktiengesellschaft ist der Einlagensicherung des Bundesverbandes deutscher Banken e.V. angeschlossen und der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH zugewiesen. Die Kundeneinlagen einschließlich auf den Namen lautender Sparbriefe sind bis zur Sicherungsgrenze von 285.105.000 € pro Einleger geschützt.
Der Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e.V. wird, wenn die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht feststellen sollte, dass die Lehman Brothers Bankhaus Aktiengesellschaft nicht in der Lage ist, die bei ihr unterhaltenen Einlagen zurückzuzahlen, sich mit den Einlegern in Verbindung setzen mit dem Ziel, diese kurzfristig zu entschädigen.
Wertpapierdepots werden vom Moratorium nicht erfasst. Über sie kann weiterhin verfügt werden, sofern der Bank hieran keine Sicherungsrechte zustehen.
15. September 2008 - Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht hat über die Lehman Brothers Bankhaus Aktiengesellschaft, ein Kreditinstitut mit Sitz in Frankfurt am Main, ein Moratorium gemäß § 46 a KWG und damit die Schließung der Schalter für den Kundenverkehr angeordnet. Infolge des hiermit verbundenen Veräußerungs- und Zahlungsverbotes ist es der Bank nicht mehr möglich, Verfügungen über Einlagen zuzulassen.
Man habe das Moratorium anordnen müssen, um die verbliebenen Vermögenswerte zu sichern. Dem Institut drohe die Zahlungsunfähigkeit, nachdem mehrere Gesellschaften des Konzerns in den USA Gläubigerschutz beantragt hätten (Chapter 11) beziehungsweise in Großbritannien unter Verwaltung (administration) gestellt worden seien.
Die Lehman Brothers Bankhaus Aktiengesellschaft ist der Einlagensicherung des Bundesverbandes deutscher Banken e.V. angeschlossen und der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH zugewiesen. Die Kundeneinlagen einschließlich auf den Namen lautender Sparbriefe sind bis zur Sicherungsgrenze von 285.105.000 € pro Einleger geschützt.
Der Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e.V. wird, wenn die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht feststellen sollte, dass die Lehman Brothers Bankhaus Aktiengesellschaft nicht in der Lage ist, die bei ihr unterhaltenen Einlagen zurückzuzahlen, sich mit den Einlegern in Verbindung setzen mit dem Ziel, diese kurzfristig zu entschädigen.
Wertpapierdepots werden vom Moratorium nicht erfasst. Über sie kann weiterhin verfügt werden, sofern der Bank hieran keine Sicherungsrechte zustehen.
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Montag, September 01, 2008
Dresdner Bank für 9,8 Milliarden Euro an Commerzbank verkauft
München (Deutschland), 01.09.2008 – Die größte Bankenfusion in der deutschen Geschichte wurde am gestrigen Sonntag von der deutschen Allianzgruppe auf den Weg gebracht. Die Dresdner Bank, die der Allianz gehört, geht für 9,8 Milliarden Euro an die Commerzbank. Die Allianz bürgt jedoch weiterhin mit einer Milliarde Euro für mögliche weitere Verluste der Dresdner Bank im Zuge der internationalen Finanzkrise. Der traditionsreiche Markenname „Dresdner Bank“ wird mit der Übernahme durch die Commerzbank wahrscheinlich vom deutschen Finanzmarkt verschwinden. Das neue Gebilde kann auf ein Netz von 1200 Filialen und zwölf Millionen Kunden verweisen und wird damit die größte Bank für Privatkunden nach der Postbank in Deutschland sein.
In einer Pressemitteilung der Allianzgruppe wird die neue Bank sich in den Geschäftsfeldern „Privat- und Geschäftskunden, Mittelstandsbank, Mittel- und Osteuropa, Corporates & Markets (einschließlich öffentlicher Finanzierung) sowie Commercial Real Estate“ betätigen. Der Aufsichtsrat der Allianz stimmte dem Verkauf am gestrigen Sonntag zu. Die Allianz geht dabei von „Ertrags- als auch Kostensynergien“ in Höhe von fünf Milliarden Euro aus. Zu den Synergieeffekten muss wohl auch der angekündigte Abbau von insgesamt 9000 Stellen (davon 2.500 im Ausland) gezählt werden. Der geplante massive Arbeitsplatzabbau in den Bereichen Abwicklungs-, Steuerungs- und Produktionseinheiten sowie im Investmentbanking ist wohl auch der Grund für das Nein der Belegschaftsvertreter im Aufsichtsrat der Allianz zu den Verkaufsplänen. Wie verlautete, soll jedoch insbesondere das Filialnetz weitgehend erhalten bleiben, so Commerzbank-Finanzvorstand Eric Strutz: „Wir wollen vor allem dort Einsparungen vermeiden, wo wir mit unseren Kunden in Kontakt sind.“ Die Schließung von Filialen ist jedoch dennoch dort zu erwarten, wo die Filialen der „grünen“ und der „gelben“ Bank bisher nur wenige Meter auseinander lagen. Auch die Zukunft der Filialen der Dresdner Bank-Tochter „Dresdner Direct 24“ ist noch nicht abschließend geklärt. Sprecher der Commerzbank erklärten heute außerdem, man wolle bis Ende 2011 auf betriebsbedingte Kündigungen verzichten.
Mit dem Verkauf entledigt sich die Allianz als Besitzerin der Dresdner Bank jährlicher Verluste der Dresdner Bank in Höhe von 742 Millionen Euro. Nach der Finanzkrise in den USA war auch die Dresdner Bank nicht von Abschreibungen in Milliardenhöhe verschont geblieben. Insgesamt musste die Bank seit dem Beginn der internationalen Finanzkrise bisher drei Milliarden Euro abschreiben.
Die Begeisterung von Analysten über den Bankendeal hält sich indes in Grenzen. Mit einem Kaufpreis von fast 10 Milliarden Euro erscheint ihnen der Wert der Dresdner Bank überbewertet, überdies seien Gewinne aus dem Zusammenschluss erst ab dem Jahr 2011 zu erwarten. Der Aktie der Commerzbank wird mittelfristig jedoch ein gute Perspektive als Wertanlage bescheinigt. Heute wurden Aktien der Commerzbank jedoch in hohem Maße verkauft, der Kurs sank zeitweilig um zehn Prozent.
Die Übernahme der Dresdner Bank soll sich in zwei Schritten vollziehen und wird erst Ende 2009 abgeschlossen sein. Die Allianz wird mit einem Anteil von 30 Prozent der Aktien größter Aktionär der neuen Bank werden. Aufsichts- und kartellrechtliche Genehmigungen für die Übernahme stehen noch aus. +wikinews+
In einer Pressemitteilung der Allianzgruppe wird die neue Bank sich in den Geschäftsfeldern „Privat- und Geschäftskunden, Mittelstandsbank, Mittel- und Osteuropa, Corporates & Markets (einschließlich öffentlicher Finanzierung) sowie Commercial Real Estate“ betätigen. Der Aufsichtsrat der Allianz stimmte dem Verkauf am gestrigen Sonntag zu. Die Allianz geht dabei von „Ertrags- als auch Kostensynergien“ in Höhe von fünf Milliarden Euro aus. Zu den Synergieeffekten muss wohl auch der angekündigte Abbau von insgesamt 9000 Stellen (davon 2.500 im Ausland) gezählt werden. Der geplante massive Arbeitsplatzabbau in den Bereichen Abwicklungs-, Steuerungs- und Produktionseinheiten sowie im Investmentbanking ist wohl auch der Grund für das Nein der Belegschaftsvertreter im Aufsichtsrat der Allianz zu den Verkaufsplänen. Wie verlautete, soll jedoch insbesondere das Filialnetz weitgehend erhalten bleiben, so Commerzbank-Finanzvorstand Eric Strutz: „Wir wollen vor allem dort Einsparungen vermeiden, wo wir mit unseren Kunden in Kontakt sind.“ Die Schließung von Filialen ist jedoch dennoch dort zu erwarten, wo die Filialen der „grünen“ und der „gelben“ Bank bisher nur wenige Meter auseinander lagen. Auch die Zukunft der Filialen der Dresdner Bank-Tochter „Dresdner Direct 24“ ist noch nicht abschließend geklärt. Sprecher der Commerzbank erklärten heute außerdem, man wolle bis Ende 2011 auf betriebsbedingte Kündigungen verzichten.
Mit dem Verkauf entledigt sich die Allianz als Besitzerin der Dresdner Bank jährlicher Verluste der Dresdner Bank in Höhe von 742 Millionen Euro. Nach der Finanzkrise in den USA war auch die Dresdner Bank nicht von Abschreibungen in Milliardenhöhe verschont geblieben. Insgesamt musste die Bank seit dem Beginn der internationalen Finanzkrise bisher drei Milliarden Euro abschreiben.
Die Begeisterung von Analysten über den Bankendeal hält sich indes in Grenzen. Mit einem Kaufpreis von fast 10 Milliarden Euro erscheint ihnen der Wert der Dresdner Bank überbewertet, überdies seien Gewinne aus dem Zusammenschluss erst ab dem Jahr 2011 zu erwarten. Der Aktie der Commerzbank wird mittelfristig jedoch ein gute Perspektive als Wertanlage bescheinigt. Heute wurden Aktien der Commerzbank jedoch in hohem Maße verkauft, der Kurs sank zeitweilig um zehn Prozent.
Die Übernahme der Dresdner Bank soll sich in zwei Schritten vollziehen und wird erst Ende 2009 abgeschlossen sein. Die Allianz wird mit einem Anteil von 30 Prozent der Aktien größter Aktionär der neuen Bank werden. Aufsichts- und kartellrechtliche Genehmigungen für die Übernahme stehen noch aus. +wikinews+
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Sonntag, August 31, 2008
Allianz verkauft Dresdner Bank an Commerzbank
Allianz ermöglicht Meilenstein in der deutschen Bankenkonsolidierung / Gesamtpreis von 9,8 Milliarden Euro für Dresdner Bank / Allianz erwirbt Commerzbank-Fondstochter Cominvest / Allianz wird mit knapp 30 Prozent größter Commerzbank-Aktionär
Allianz Group
Allianz SE und Commerzbank AG haben sich auf den Verkauf der Dresdner Bank AG an die Commerzbank für 9,8 Milliarden Euro einschließlich eines Beitrags für einen Trust zur Risikoabdeckung spezieller ABS-Anlagen der Dresdner Bank von bis zu 975 Millionen Euro geeinigt und schaffen damit die führende Privat- und Firmenkundenbank in Deutschland. Der Aufsichtsrat der Allianz stimmte der Vereinbarung in seiner Sitzung am heutigen Sonntag zu. Die Transaktion erfolgt in zwei Schritten und wird spätestens Ende 2009 abgeschlossen sein. Sie steht unter Vorbehalt der aufsichts- und kartellrechtlichen Genehmigungen.
"Dies ist ein Meilenstein in der deutschen Bankenkonsolidierung. Wir haben mit diesem Schritt die beste Lösung für die Dresdner Bank gewählt. Gemeinsam bilden die beiden Institute den deutschen Marktführer für private und mittelständische Kunden", sagte Michael Diekmann, Vorstandsvorsitzender der Allianz SE. "Als starke Bank kann das neue Institut langfristig sichere Arbeitsplätze bieten. Mit knapp 30 Prozent wird die Allianz größter Aktionär an dem neuen Institut und sichert sich den Zugang zu einem schlagkräftigen Vertriebsnetz für ihre Versicherungsprodukte und damit den weiteren Erfolg ihrer Bancassurance-Strategie."
"Die beiden Institute passen hervorragend zusammen", erklärte Herbert Walter, Vorstandsvorsitzender der Dresdner Bank AG. "Aus Commerzbank und Dresdner Bank wird eine moderne, starke und kundenorientierte Bank entstehen. In den kommenden Monaten werden wir diese zukunftsfähige Institution mit voller Kraft partnerschaftlich und kollegial gestalten. Dabei werden wir sowohl Ertrags- als auch Kostensynergien im Blick haben."
Transaktion schafft Mehrwert
Aus der Integration der beiden Häuser ergibt sich ein Effizienzsteigerungs- und Synergiepotenzial, das für die Aktionäre des neuen Instituts die Chance auf erhebliche Wertsteigerungen eröffnet. Davon wird die Allianz als größter Einzelaktionär des neuen Instituts profitieren. Der Barwert der Synergien nach Restrukturierungskosten beträgt 5,0 Milliarden Euro.
Commerzbank und Allianz werden für ein Wertpapierportfolio mit speziellen ABS-Anlagen gemeinsam die Deckung übernehmen, die Commerzbank stellt vorrangig 275 Millionen Euro und die Allianz nachrangig 975 Millionen Euro.
Optimale Ergänzung der Geschäftsmodelle
Commerzbank und Dresdner Bank verfügen gemeinsam über den schlagkräftigsten Vertrieb im deutschen Bankensektor. Das Geschäftsmodell der Commerzbank wird durch die ausgewiesene Wertpapierkompetenz der Dresdner Bank ergänzt.
Das neue Institut verfügt über einen ausgewogenen Mix von Aktivitäten sowie über exzellente Wachstumsperspektiven. Es konzentriert sich auf die Segmente Privat- und Geschäftskunden, Mittelstandsbank, Mittel- und Osteuropa, Corporates & Markets (einschließlich öffentlicher Finanzierung) sowie Commercial Real Estate.
Gemeinsam werden die beiden Häuser mit 11 Millionen Privatkunden in Deutschland und dem mit Abstand dichtesten Filialnetz aller Privatbanken das führende deutsche Institut sein. Mit insgesamt 1200 Filialen wird die Bank künftig für Privat- und Geschäftskunden noch besser erreichbar sein. Zugleich verfügt die neue Bank über eine noch attraktivere Produktpalette und kann ihren Marktanteil damit weiter ausbauen.
Insbesondere im deutschen Mittelstand werden die beiden Häuser gemeinsam ihre schon starke Position konsequent ausbauen. Insgesamt wird das neue Institut mehr als 100.000 Firmenkunden und institutionelle Kunden betreuen. Die Bank steht hiesigen Unternehmen mit ihren Bedürfnissen als langfristig orientierter Partner zur Seite.
Im Geschäft mit vermögenden Kunden ergänzen sich beide Häuser. Durch die Stärke der Dresdner Bank in diesem Bereich kann das neue Institut deutlich zum Marktführer aufschließen und wird die Nummer zwei in diesem Markt in Deutschland sein. Die Dresdner Bank hatte in jüngster Vergangenheit massiv in den Ausbau ihrer nationalen und internationalen Präsenz investiert und wird dieses Asset in die Verbindung mit der Commerzbank einbringen.
Die Aktivitäten der Dresdner Bank im Investment Banking werden in Teilen zurückgefahren. Insgesamt wird das neue Institut seine Position als eine führende Investmentbank für deutsche Unternehmen noch stärken.
Exklusive Vertriebskooperation sichert Allianz Wachstumspotenziale und Allianz behält OLB
Das neue Institut wird künftig über eine exklusive Vertriebskooperation Versicherungsprodukte der Allianz anbieten. Die bisherige Zusammenarbeit der Commerzbank im Versicherungsbereich mit der Generali wird nach Auslauf nicht fortgesetzt. Darüber hinaus wird Allianz Global Investors der bevorzugte Partner des neuen Instituts im Asset Management.
Mit dem Kauf der Cominvest, der Asset Management-Tochtergesellschaft der Commerzbank, baut die Allianz ihre Marktposition in diesem Segment aus. Sie wird damit größter Vermögensverwalter in Deutschland, mit mehr als 300 Milliarden Euro verwaltetem Vermögen.
Das erfolgreiche Assurbanking der Allianz wird weiter gefördert. Die mehr als eine Million vom Allianz Vertrieb betreuten Bankkunden gehen in eine 100prozentige Allianz-Tochter über. Das Netz der Bankagenturen wird ausgebaut. Bis 2009 werden insgesamt rund 300 Bankagenturen den Vertrieb der Allianz unterstützen. Die Oldenburgische Landesbank (OLB) wird in der Gruppe verbleiben und Teil der Allianz Deutschland AG werden. Sämtliche Bankprodukte für den Vertrieb der Allianz werden von der Commerzbank und der OLB bezogen werden.
"Wir sichern uns mit der exklusiven Vertriebspartnerschaft Zugang zu dem vergrößerten Filialnetz des neuen Instituts mit seinen 11 Millionen Kunden. So können wir unsere Strategie der Bancassurance weiter stärken. Mit der OLB behalten wir eine kompetente Bank zum weiteren Ausbau des Bankvertriebs über die Allianz Versicherungsagenturen", erklärte Michael Diekmann.
Umsetzung erfolgt in zwei Schritten
Der Verkauf der Dresdner Bank erfolgt in zwei Schritten: zunächst erwirbt die Commerzbank 60,2 Prozent der Dresdner Bank-Anteile von der Allianz. Diese erhält dafür 163,5 Millionen neue Commerzbank-Aktien, die aus einer Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage stammen und einem Anteil von 18,4 Prozent am erhöhten Grundkapital der Commerzbank entsprechen.
Auf Basis des durchschnittlichen XETRA-Schlusskurses des letzten Monats haben diese Aktien einen Wert von 3,4 Milliarden Euro. Darüber hinaus zahlt die Commerzbank 2,5 Milliarden Euro in bar an die Allianz. Davon werden 975 Millionen Euro als Deckung für ein Wertpapierportfolio bereitgestellt und fließen nur, wenn diese bis 2018 nicht zur Deckung benötigt werden. Im Rahmen der Transaktion wird die mit 0,7 Milliarden Euro bewertete Cominvest an die Allianz übertragen.
In einem zweiten Schritt wird die Dresdner Bank auf die Commerzbank verschmolzen. Die Commerzbank erwirbt die restlichen 39,8 Prozent Dresdner Bank-Anteile von der Allianz, erneut im Wege einer Sachkapitalerhöhung. Im Rahmen der zweiten Kapitalerhöhung erhält die Allianz Commerzbank-Aktien im Gegenwert von 3,2 Milliarden Euro. Die endgültige Anzahl der Commerzbank-Aktien, die die Allianz im zweiten Schritt erhält, hängt von dem Umtauschverhältnis Commerzbank- zu Dresdner Bank-Aktien ab. Die Zielbeteiligungsquote der Allianz liegt bei knapp 30 Prozent. Damit wird die Allianz der mit Abstand größte Aktionär und ein starker Partner der neuen Bank.
Allianz wurde von Goldman Sachs, Shearman Sterling und Ernst & Young beraten. Leonardo & Co. gibt die Fairness Opinion für Allianz und Rothschild für Dresdner Bank.
Am Montag, den 1. September, findet um 10.30 Uhr im Auditorium, der Commerzbank AG, Kaiserplatz, Frankfurt am Main, eine Pressekonferenz statt.
Diese Aussagen stehen, wie immer, unter unserem Vorbehalt bei Zukunftsaussagen, der Ihnen oben rechts zur Verfügung gestellt wird.
Allianz Group
Allianz SE und Commerzbank AG haben sich auf den Verkauf der Dresdner Bank AG an die Commerzbank für 9,8 Milliarden Euro einschließlich eines Beitrags für einen Trust zur Risikoabdeckung spezieller ABS-Anlagen der Dresdner Bank von bis zu 975 Millionen Euro geeinigt und schaffen damit die führende Privat- und Firmenkundenbank in Deutschland. Der Aufsichtsrat der Allianz stimmte der Vereinbarung in seiner Sitzung am heutigen Sonntag zu. Die Transaktion erfolgt in zwei Schritten und wird spätestens Ende 2009 abgeschlossen sein. Sie steht unter Vorbehalt der aufsichts- und kartellrechtlichen Genehmigungen.
"Dies ist ein Meilenstein in der deutschen Bankenkonsolidierung. Wir haben mit diesem Schritt die beste Lösung für die Dresdner Bank gewählt. Gemeinsam bilden die beiden Institute den deutschen Marktführer für private und mittelständische Kunden", sagte Michael Diekmann, Vorstandsvorsitzender der Allianz SE. "Als starke Bank kann das neue Institut langfristig sichere Arbeitsplätze bieten. Mit knapp 30 Prozent wird die Allianz größter Aktionär an dem neuen Institut und sichert sich den Zugang zu einem schlagkräftigen Vertriebsnetz für ihre Versicherungsprodukte und damit den weiteren Erfolg ihrer Bancassurance-Strategie."
"Die beiden Institute passen hervorragend zusammen", erklärte Herbert Walter, Vorstandsvorsitzender der Dresdner Bank AG. "Aus Commerzbank und Dresdner Bank wird eine moderne, starke und kundenorientierte Bank entstehen. In den kommenden Monaten werden wir diese zukunftsfähige Institution mit voller Kraft partnerschaftlich und kollegial gestalten. Dabei werden wir sowohl Ertrags- als auch Kostensynergien im Blick haben."
Transaktion schafft Mehrwert
Aus der Integration der beiden Häuser ergibt sich ein Effizienzsteigerungs- und Synergiepotenzial, das für die Aktionäre des neuen Instituts die Chance auf erhebliche Wertsteigerungen eröffnet. Davon wird die Allianz als größter Einzelaktionär des neuen Instituts profitieren. Der Barwert der Synergien nach Restrukturierungskosten beträgt 5,0 Milliarden Euro.
Commerzbank und Allianz werden für ein Wertpapierportfolio mit speziellen ABS-Anlagen gemeinsam die Deckung übernehmen, die Commerzbank stellt vorrangig 275 Millionen Euro und die Allianz nachrangig 975 Millionen Euro.
Optimale Ergänzung der Geschäftsmodelle
Commerzbank und Dresdner Bank verfügen gemeinsam über den schlagkräftigsten Vertrieb im deutschen Bankensektor. Das Geschäftsmodell der Commerzbank wird durch die ausgewiesene Wertpapierkompetenz der Dresdner Bank ergänzt.
Das neue Institut verfügt über einen ausgewogenen Mix von Aktivitäten sowie über exzellente Wachstumsperspektiven. Es konzentriert sich auf die Segmente Privat- und Geschäftskunden, Mittelstandsbank, Mittel- und Osteuropa, Corporates & Markets (einschließlich öffentlicher Finanzierung) sowie Commercial Real Estate.
Gemeinsam werden die beiden Häuser mit 11 Millionen Privatkunden in Deutschland und dem mit Abstand dichtesten Filialnetz aller Privatbanken das führende deutsche Institut sein. Mit insgesamt 1200 Filialen wird die Bank künftig für Privat- und Geschäftskunden noch besser erreichbar sein. Zugleich verfügt die neue Bank über eine noch attraktivere Produktpalette und kann ihren Marktanteil damit weiter ausbauen.
Insbesondere im deutschen Mittelstand werden die beiden Häuser gemeinsam ihre schon starke Position konsequent ausbauen. Insgesamt wird das neue Institut mehr als 100.000 Firmenkunden und institutionelle Kunden betreuen. Die Bank steht hiesigen Unternehmen mit ihren Bedürfnissen als langfristig orientierter Partner zur Seite.
Im Geschäft mit vermögenden Kunden ergänzen sich beide Häuser. Durch die Stärke der Dresdner Bank in diesem Bereich kann das neue Institut deutlich zum Marktführer aufschließen und wird die Nummer zwei in diesem Markt in Deutschland sein. Die Dresdner Bank hatte in jüngster Vergangenheit massiv in den Ausbau ihrer nationalen und internationalen Präsenz investiert und wird dieses Asset in die Verbindung mit der Commerzbank einbringen.
Die Aktivitäten der Dresdner Bank im Investment Banking werden in Teilen zurückgefahren. Insgesamt wird das neue Institut seine Position als eine führende Investmentbank für deutsche Unternehmen noch stärken.
Exklusive Vertriebskooperation sichert Allianz Wachstumspotenziale und Allianz behält OLB
Das neue Institut wird künftig über eine exklusive Vertriebskooperation Versicherungsprodukte der Allianz anbieten. Die bisherige Zusammenarbeit der Commerzbank im Versicherungsbereich mit der Generali wird nach Auslauf nicht fortgesetzt. Darüber hinaus wird Allianz Global Investors der bevorzugte Partner des neuen Instituts im Asset Management.
Mit dem Kauf der Cominvest, der Asset Management-Tochtergesellschaft der Commerzbank, baut die Allianz ihre Marktposition in diesem Segment aus. Sie wird damit größter Vermögensverwalter in Deutschland, mit mehr als 300 Milliarden Euro verwaltetem Vermögen.
Das erfolgreiche Assurbanking der Allianz wird weiter gefördert. Die mehr als eine Million vom Allianz Vertrieb betreuten Bankkunden gehen in eine 100prozentige Allianz-Tochter über. Das Netz der Bankagenturen wird ausgebaut. Bis 2009 werden insgesamt rund 300 Bankagenturen den Vertrieb der Allianz unterstützen. Die Oldenburgische Landesbank (OLB) wird in der Gruppe verbleiben und Teil der Allianz Deutschland AG werden. Sämtliche Bankprodukte für den Vertrieb der Allianz werden von der Commerzbank und der OLB bezogen werden.
"Wir sichern uns mit der exklusiven Vertriebspartnerschaft Zugang zu dem vergrößerten Filialnetz des neuen Instituts mit seinen 11 Millionen Kunden. So können wir unsere Strategie der Bancassurance weiter stärken. Mit der OLB behalten wir eine kompetente Bank zum weiteren Ausbau des Bankvertriebs über die Allianz Versicherungsagenturen", erklärte Michael Diekmann.
Umsetzung erfolgt in zwei Schritten
Der Verkauf der Dresdner Bank erfolgt in zwei Schritten: zunächst erwirbt die Commerzbank 60,2 Prozent der Dresdner Bank-Anteile von der Allianz. Diese erhält dafür 163,5 Millionen neue Commerzbank-Aktien, die aus einer Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage stammen und einem Anteil von 18,4 Prozent am erhöhten Grundkapital der Commerzbank entsprechen.
Auf Basis des durchschnittlichen XETRA-Schlusskurses des letzten Monats haben diese Aktien einen Wert von 3,4 Milliarden Euro. Darüber hinaus zahlt die Commerzbank 2,5 Milliarden Euro in bar an die Allianz. Davon werden 975 Millionen Euro als Deckung für ein Wertpapierportfolio bereitgestellt und fließen nur, wenn diese bis 2018 nicht zur Deckung benötigt werden. Im Rahmen der Transaktion wird die mit 0,7 Milliarden Euro bewertete Cominvest an die Allianz übertragen.
In einem zweiten Schritt wird die Dresdner Bank auf die Commerzbank verschmolzen. Die Commerzbank erwirbt die restlichen 39,8 Prozent Dresdner Bank-Anteile von der Allianz, erneut im Wege einer Sachkapitalerhöhung. Im Rahmen der zweiten Kapitalerhöhung erhält die Allianz Commerzbank-Aktien im Gegenwert von 3,2 Milliarden Euro. Die endgültige Anzahl der Commerzbank-Aktien, die die Allianz im zweiten Schritt erhält, hängt von dem Umtauschverhältnis Commerzbank- zu Dresdner Bank-Aktien ab. Die Zielbeteiligungsquote der Allianz liegt bei knapp 30 Prozent. Damit wird die Allianz der mit Abstand größte Aktionär und ein starker Partner der neuen Bank.
Allianz wurde von Goldman Sachs, Shearman Sterling und Ernst & Young beraten. Leonardo & Co. gibt die Fairness Opinion für Allianz und Rothschild für Dresdner Bank.
Am Montag, den 1. September, findet um 10.30 Uhr im Auditorium, der Commerzbank AG, Kaiserplatz, Frankfurt am Main, eine Pressekonferenz statt.
Diese Aussagen stehen, wie immer, unter unserem Vorbehalt bei Zukunftsaussagen, der Ihnen oben rechts zur Verfügung gestellt wird.
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